Burg Rohnau Naturkundlich-archäologischer Spaziergang zum ältesten Denkmal von Bogatynia

Termin: 01.05.2026, Beginn 11:00 Uhr, Ende ca. 13:00 Uhr
Treffpunkt: Platz vor der Burgruine, am nördlichen Ende der ul. Lipowa, 59-916 Bogatynia-Trzciniec
Parken: Wir empfehlen das Parken an der Kreuzung ul. Lipowa / ul. Rolnicza
Anreise: Der Ort ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Zittau und Bogatynia erreichbar
Hinweis: Bitte denken Sie an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung
 
Die Teilnahme ist kostenlos.
 
Es gibt Orte, die sofort die Fantasie anregen: vergessene Ruinen, mittelalterliche Geheimnisse und Geschichten über Raubritter. Die Burg Rohnau gehört zweifellos dazu. Schon bald werden ihre Ruinen zur Kulisse eines naturkundlich-archäologischen Spaziergangs, der es ermöglicht, die Geschichte dieses besonderen Ortes zu entdecken und ihn aus der Perspektive von Archäologen und Umweltforschenden neu zu betrachten.
 
Unter den zahlreichen archäologischen Denkmälern der Oberlausitz nehmen mittelalterliche Burganlagen eine besondere Stellung ein. Eine von ihnen sind die Ruinen der Burg Rohnau (Ronov/Ronow) in Bogatynia-Trzciniec. Die Burg entstand um die Mitte des 13. Jahrhunderts als eine der Residenzen des böhmischen Adelsgeschlechts der Ronovci (von Rohnau). Im Jahr 1399 wurde sie von den Truppen des Oberlausitzer Sechsstädtebundes erobert und zerstört, da sich dort mutmaßlich Raubritter niedergelassen hatten, die den Handel entlang der Neiße beeinträchtigten. Seitdem ist die Burg eine Ruine geblieben, jedoch nicht vergessen. Sie wurde im Laufe der Zeit immer wieder besucht und zeitweise auch touristisch erschlossen, was infolge des Zweiten Weltkriegs erneut verfiel. Heute wird der Ort von Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern sowie Archäologinnen und Archäologen der Naturwissenschaftlichen Universität in Breslau und des Landesamtes für Archäologie Sachsen in Dresden im Rahmen des Projekts „Fragiles Erbe / Kruche Dziedzictwo“ untersucht. Über die aktuellen Forschungsergebnisse wird während eines Spaziergangs auf dem Burghügel berichtet. Dabei besteht auch die Möglichkeit, archäologische Funde aus der Oberlausitz zu sehen. Die Veranstaltung wird von einer deutsch-polnischen Übersetzung begleitet. Der Spaziergang dauert etwa 1,5 Stunden und führt auf einer rund 2 km langen Route über Wald- und Hügelwege.
Das Projekt „Kruche Dziedzictwo / Fragiles Erbe“ untersucht, wie sich der Klimawandel sowie der Ausbau erneuerbarer Energien auf den Erhalt des archäologischen Erbes der Oberlausitz auswirken. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Initiative, die von Partnern aus Polen und Deutschland gemeinsam umgesetzt wird.
Das Projekt „Kruche dziedzictwo / Fragiles Erbe“ wird im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2021–2027 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung von der Europäischen Union mitfinanziert.

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