Gedenken jenseits der Großstadt: Wie sich Döbeln an die NS-Zeit erinnert?

Zeit und Ort: 19 Uhr im Foyer des Zentralwerks, Heidestr. 2, 01127 Dresden
 
Die Geschichte der Stadt Döbeln zur Zeit des NS wurde lange nicht erzählt. Die Aufarbeitung der Lokalgeschichte konzentrierte sich vordergründig auf die Industriegeschichte. Dabei wurden jedoch die Verantwortung der Betriebe im Bereich der Rüstungsproduktion und die Ausbeutung von Zwangsarbeitskräften außer Acht gelassen. Existierende Erinnerungstafeln lassen die Zeit des NS aus oder bleiben völlig oberflächlich und sind daher für eine aktive Erinnerungskultur ungeeignet.
 
Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe des Treibhaus e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht dies zu ändern und recherchiert seit 2010 zur Geschichte Döbelns während des NS. Ziel ist es die Menschen vor Ort über die Geschehnisse aufzuklären, historisch-politische Bildungsarbeit anzubieten sowie eine aktive Erinnerungskultur zu etablieren.
 
Im Rahmen eines Vortrages mit anschließender Diskussion werden Mitglieder der AG Geschichte diese Arbeit vorstellen. Dabei werden u.a. die Entwicklung des Projektes, Herausforderungen und Ziele eine Rolle spielen. Weiterhin wird die Arbeit in aktuelle gesellschaftliche Diskurse und Entwicklungen eingeordnet. Auch wird die 2018 gegründete sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG), in der sich die AG Geschichte engagiert, vorgestellt.
 

Eine Veranstaltung im Rahmen von VORHIN - die reihe, in Kooperation mit dem Treibhaus Döbeln e.V. und der sLAG Auseinandersetzung mit dem NS.

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