Kulturerbejahr ECHY: Bergbau – Region des mittleren Erzgebirges – Annaberg-Buchholz

› „Frühling, Sommer, Herbst und Winter“ – Europas kulturelles Erbe in Sachsen im Wandel der Jahreszeiten
Signet Europäisches Kulturerbejahr 2018, sharing heritage

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Dieses Jahr ist das „Europäische Kulturerbejahr 2018“. Europaweit werden Projekte initiiert, die sich nationalen und regionalen kulturellen Besonderheiten widmen. Gemeinsam mit Mitgliedern, Ortsgruppen, kooperierenden Vereinen, staatlichen und kommunalen Partnern, den Landesämter für Archäologie und Denkmalpflege beteiligt sich der Landesverein mit einer Veranstaltungsreihe an dem Kulturerbejahr. Das Sächsische Staatsministerium des Innern hat dankenswerterweise die Schirmherrschaft übernommen.
 
Europas vielfältiges kulturelles Erbe ist ein maßgeblicher und unverzichtbarer Bestandteil sowohl unserer gemeinsamen überregionalen europäischen wie auch unserer regionalen Identität in Sachsen. In unserem Beitrag zum „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ zeigen wir die vielfältige lokalen und regionalen Zeugnissen der sächsischen Kulturlandschaft, unsere sehr individuellen Bausteine zur europäischen Kultur: sichtbar, bewusst und anschaulich.
 
Sachsens Kulturlandschaften weisen eine große Vielfalt und Reichhaltigkeit auf, in ihren Landschaftsräumen ebenso wie in ihrem Denkmalbestand. In ihnen vereinen sich 1000 Jahre Kulturgeschichte und landschaftliche Besonderheiten. Die Landschaftsräume sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und begütert. In engem Wechsel folgen wald-, erz-, mineralien- und wasserreiche Gebirge, fruchtbare Vorgebirge, Tiefebenen, Flusstäler und Heideland. Bedingt durch die natürlichen Gegebenheiten, entwickelten sich historisch sehr unterschiedliche Formen in den Besiedelungs- und Baustrukturen. Die eindrucksvolle Reichhaltigkeit und qualitätvolle Ausprägung der sächsischen Denkmallandschaften geht unter anderem auf eine starke Wirtschaftskraft zurück,  wie die frühen Silberfunde im Erzgebirge oder die Textilindustrie im Vogtland. Es entwickelte sich eine reiche Baukultur, die in jeder ihrer Zeit Maßstäbe setzte und sich auf das ganze Land und weit über die Grenzen Sachsens auswirkte. Die Vielfalt und der Reichtum der Sächsischen Kulturlandschaft legen noch heute unmittelbares Zeugnis davon ab, zeigen Spuren europäischer Kulturgeschichte in Sachsen und Deutschland.
 
 
Unter der Überschrift „Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Europas kulturelles Erbe in Sachsen im Wandel der Jahreszeiten“ führen wir vier Regionalkonferenzen durch. Die Veranstaltungsorte Nebelschütz, Plauen, Meißen und Annaberg-Buchholz stehen für die Landschaften, die durch Vorträge, Kulturbeiträge und Exkursionen beleuchtet werden. Nach Abschluss der Veranstaltungsreihe werden die Vorträge in einem Band publiziert.
 
Signet mit Text für Kulturerbejahr 2018
Sehen Sie hier einige Eindrücke von der Tagung und den Führungen.
Fotos: Barbara Ditze, Leipzig; Olaf Martin, Scheibenberg
 
Tagung im Haus des Gastes Erzhammer, musikalische BegrüßungTagung im Haus des Gastes Erzhammer, Publikum
Tagung im Haus des Gastes Erzhammer, Fotos: Olaf Martin, Scheibenberg
 
Führung Manufaktur der TräumeFührung Manufaktur der Träume
 
Führung Manufaktur der TräumeFührung Manufaktur der Träume
Führung Manufaktur der Träume, Fotos: Olaf Martin, Scheibenberg
 
Führung St. AnnenkircheFührung St. Annenkirche
Führung St. Annenkirche, Fotos: Barbara Ditze, Leipzig
 
 
 
Annaberg-Buchholz mit dem Pöhlberg, Foto: Tourismusverband Erzgebirge e.V., Marcel Drechsler
Annaberg-Buchholz mit dem Pöhlberg, Foto: Tourismusverband Erzgebirge e.V.,
Marcel Drechsler
 
Hier finden Sie das Programm und den Rückmeldeschein für diese Veranstaltung.
 
Das Erzgebirge gilt als eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften im Südosten Deutschlands und im Nordwesten der Tschechischen Republik. Im Herzen des Erzgebirges, zwischen Chemnitz und Oberwiesenthal, liegt am Fuße des Pöhlberges die Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz. Sie ist ein wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Erzgebirges und der Region.
Reiche Silberfunde führten im 15. Jh. zur Gründung von Annaberg. Schneller Aufschwung im 16. Jh. zog zahlreiche Künstler, Baumeister, Bergleute und kapitalkräftige Bergherren nach Annaberg und in die benachbarte Bergstadt Buchholz. Es entstanden städtebaulich-architektonische Werte von europäischem Rang. Im 16. Jh. war Annaberg nach Freiberg die zweitgrößte Stadt Sachsens. Hier schrieb der deutsche Rechenmeister Adam Ries (1492/93-1559) Geschichte. Wohl kaum in einer anderen Region sind Traditionen so eng mit dem Montanwesen verbunden. In Kultur und Brauchtum, Städtebau und Geschichte, Arbeit und Freizeit, Volkskunst und Musik hat der Bergbau bleibende Spuren hinterlassen.
 
Thema dieser 4. Regionalkonferenz waren der Bergbau mit seiner technischen und industriellen Entwicklung über Sachsens Grenzen hinaus, seiner Architektur (wie z. B. St. Annenkirche, Bergkirche St. Marien, St. Katharinen-Kirche, Frohnauer Hammer, Erzgebirgsmuseum, Adam-Ries-Museum, Dorothea-Stolln und Markus-Röhling-Stolln, Besucherbergwerk „Im Gößner“ u. a.) und mit seinen reichen und bis heute gelebten Zeugnissen der Bergbautradition in Volkskunst (der Advents- und Weihnachtszeit, der Schnitzkunst) und Musik. Die alljährlich in der Adventszeit gepflegte Tradition der Bergparaden und Bergaufzüge gehört seit 2016 zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Die historische Altstadt von Annaberg mit der Bergbaulandschaft Buchholz ist Bestandteil der grenzübergreifenden „Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoři“, die sich aufgrund ihrer weltweiten Bedeutung auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe befindet.
 
 
Alle Veranstaltungen des Projektes „Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Europas kulturelles Erbe in Sachsen im Wandel der Jahreszeiten“ im Europäischen Kulturerbejahr ECHY 2018 wurden durch den Freistaat Sachsen, das Sächsische Staatsministerium des Innern und durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen begleitet.

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