Kunst trifft Kaolin: Lichtinstallation
Amerikanerin Kim Karlsrud residiert im Künstlergut Prösitz und beleuchtet faszinierende Tagebauwelt bei Mügeln
Die malerische Tagebau-Landschaft Schleben/Crellenhain steht derzeit im Mittelpunkt eines außergewöhnlichen Kunstprojektes, das die Grenzen zwischen Natur, Rohstoff und kreativer Vision verschwimmen lässt. Die US-amerikanische Künstlerin Kim Karlsrud aus Oregon hat für vier Wochen ihre Zelte im Künstlergut Prösitz aufgeschlagen, um eine spannende Brücke zwischen dem Kaolin und sich wandelnden Tagebau-Landschaft bei Mügeln zu bauen.
19:00 Uhr
Am 12. September wird das Projekt öffentlich vorgestellt: Die Künstlerin und das Kaolinwerk Kemmlitz planen eine beeindruckende Lichtinszenierung, bei der eine der großen Kaolinwände, von weitem gut einzusehen, bei Anbruch der Dämmerung kunstvoll beleuchtet wird: „Der Abbau erstellt eine Art Landschaftsgemälde. Das Licht soll die Texturen des Kaolins herausstellen und die Wirkung noch verstärken“, erklärt Karlsrud: „Abends entfaltet die Beleuchtung eine ganz besondere Atmosphäre, als würde die Wand lebendig werden. Die Performance wirkt dann noch intensiver.“ Treffpunkt zur Eröffnung des Kunstwerks und für die Begegnung mit der Künstlerin ist die Kaolin-Bank auf dem Kaolin-Rundweg um 19:00 Uhr (Route findet sich auf der Geopark-Internetseite https://geopark-porphyrland.de/wp-content/uploads/2025/02/Flyer_02_Erlebniswelt-Kaolin_web.pdf).
Nach der öffentlichen Präsentation und Ende ihrer Residenzzeit kehren Kim Karlsrud und ihre kleine Familie in die Heimat zurück. Doch die Idee, die Wand als lebendiges Kunstwerk dauerhaft zu gestalten, lebt weiter – eine Einladung an alle, die Schönheit und Bedeutung des Kaolins zu entdecken und die Region als Ort künstlerischer Innovation zu erleben.