Maxen unter Beschuss Internationale Gedenkfeier zur Schlacht vor 260 Jahren

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Maxen. Vom 13. bis 15. September 2019 findet in Maxen die große Gedenkveranstaltung „250 Jahre Schlacht bei Maxen“ statt. Die Vorbereitungen für dieses Ereignis sind in vollem Gange: Traditionsvereine aus mehreren Gemeinden in Tschechien, Polen und Deutschland kommen zum Biwak, das am Freitagnachmittag am Winzerweg aufgeschlagen wird und dann von der Allgemeinheit besichtigt werden darf. Barock gewandete Herren und Damen, Offiziere und einfache Soldaten, Handwerker und Bauern werden den Besuchern und den Einwohnern ein Gefühl davon vermitteln, was sich 1759 während des Siebenjährigen Krieges in Maxen zugetragen hat.

Ein Höhepunkt wird sicherlich die Nachstellung der Schlacht am 14. September 2019 von 14–16 Uhr sein. Ausgesucht wurde dafür das Gelände am Mittelweg im Osten des Dorfes Richtung Blaues Häusel. „Wir freuen uns schon sehr auf die vielen Besucher von nah und fern“, sagt Andreas Rülke, der Vorsitzende des Heimatvereins Maxen e.V. „Parkplätze sind an den Ortseingängen ausgewiesen, im Dorf selbst herrscht am Samstag Halteverbot.“

„Solch ein Ereignis sollte man sich nicht entgehen lassen!“, ergänzt Andreas Rietzschel von der Arbeitsgruppe Siebenjähriger Krieg. Er hat 2006 zwei Reenacter-Truppen gegründet, die das Altpreußische Infanterieregiment Nr. 12 und das 8. Husarenregiment darstellen. Beide Gruppen verfolgen mit hohem Aufwand eine authentische Nachstellung der militärhistorischen Ereignisse im 18. Jahrhundert. Mit ihren nachgeschneiderten Uniformen fahren die Maxener seit vielen Jahren zu Schlachtennachstellungen im In- und Ausland und wollen mit ihren Auftritten einen Beitrag zur Verlebendigung von Geschichte leisten. Darüber hinaus haben sie durch ihre Aktionen viel zum Miteinander der sieben Dörfer der Gemeinde Müglitztal beigetragen und im In- und Ausland Freundschaften zu anderen Traditionsvereinen geschlossen. Zu den erwarteten Gästen am Wochenende wird u.a. die Gräfliche Schönburgische Schloßcompagnie aus Glauchau zählen, die mit zeitgenössischer Marschmusik die Veranstaltung begleiten wird und bis zum großen Zapfenstreich am späten Samstagabend bleibt.

Vor 260 Jahren standen die Maxener nach dem Einfall der Preußen plötzlich mittellos da, weil die ganze Ernte und alles Essen, das für den Winter reichen sollte, fouragiert worden war. Heutzutage muss niemand plündern, denn im Dorf wird genug Essen und Trinken für alle Besucher und Besucherinnen vorhanden sein. In den Wirtschaftsgebäuden des alten Rittergutes wird sogar Maxener Schlossbräubier ausgeschenkt und Graupensuppe. Vor 260 Jahren mussten die Preußen die Graupensuppe wegen der Angriffe der Österreicher im Biwak stehen lassen und hungrig in die Schlacht ziehen. Und dann haben sie auch noch verloren. Ihr General von Finck wurde gefangen genommen und der preußische König Friedrich II. war außer sich vor Zorn. In Maxen heißt der Ort, wo die Schlacht einst begann, bis heute der Finckenfang.

Gisela Niggemann-Simon

Hier gelangen Sie zur Internetseite des Heimatvereines Maxen.

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