Rückblick auf den 7. Heimattag des Wilsdruffer Landes

Am 12. März 2022 fand der 7. Heimattag des Wilsdruffer Landes coronabedingt zwei Jahre später als geplant und dann noch dreimal verschoben im Rittergut Limbach statt. Hier war die Kulturscheune ein sehr würdiger Versammlungsort. Der Artur-Kühne-Preis ist der Heimatpreis des Wilsdruffer Landes. Mit ihm konnten wir Heimatforscher Horst Jeschke für seine Erarbeitung der Ortsfamilienbücher von Grumbach, Helbigsdorf und Blankenstein würdigen. Das Ölbild «Leutholdt-Mühle im Triebischtal» von Steffen Gröbner wurde ihm als Dank überreicht. Der Vortrag von Dr. Sebastian Storz «Unsere Heimat in Europa – Europa in unserer Heimat. Zur Notwendigkeit von baukultureller Bildungsarbeit für Jugendliche» begeisterte die Teilnehmer. Am Beispiel eines Dresdner Schlossportales, der Frauenkirche und der Hofkirche wurden wir an eine für uns ungewohnte Betrachtungsweise und zu neuen Erkenntnissen geführt. Berührungspunkte in den Ausführungen waren die Heimat, die persönliche Identifikation, unsere Wurzeln und eine umfassende Bildungsarbeit. Der Nationale GEOPARK in Sachsens Mitte stand im Mittelpunkt des Vortrages von Eva Pretzsch, sie ist beim GEOPARK Sachsens Mitte e.V. dieAnsprechpartnerin für Umweltbildung, Naturschutz und Landschaftspflege. Großartiges wurde hier geleistet. Über die Vielfalt dessen, was geboten wird, kann man nur staunen. Erwähnt seien zum Beispiel der Exkurs in die Erdgeschichte Sachsens, die Gestaltung von Ausflugszielen zu geologischen Besonderheiten der Region, die Lehrpfade, die Bildungs- und Erlebnisangebote.
Viele wertvolle Informationen bot der Vortrag des versierten Gästeführers Rolf Mögel unter anderem zur Geologie, zu Lehrpfaden und Wanderungen im Tharandter Wald. Ausführlich berichtete Kay Arnswald über das Vorhaben «Freilichtmuseum in Sachsens Mitte» und die Probleme beim Suchen eines geeigneten Standortes. Nach der Mittagspause begannen die Exkursionen. Sie führten nach Helbigsdorf, zum neuerbauten Wilsdruffer Gymnasium, durch das Rittergut Limbach und in die Limbacher Kirche. So hatten alle Teilnehmer einen erlebnisreichen Nachmittag.
Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Wilsdruff und der Dresdner Ortschaft Gompitz erlebten wir einen sehr schönen Heimattag. Die Freude an der Begegnung und dem Gedankenaustausch zwischen den Teilnehmern des Heimattages waren ständig spürbar. Menschliche Verbundenheit gepaart mit Heimatliebe war an diesem Tag besonders beglückend.
 
Harld Worms und Jürgen Stumpf

(Der Text und das Bild sind entnommen aus den Mitteilungen des Landesvereins Heft 1/2022.)

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