Hier waren wir in den vergangenen Jahren aktiv

- eine Auswahl -

2011 - 2020

> Jahr der Industriekultur 2020, Lebendiges Netzwerk der Industriekultur im Ehrenamt. Akteure und Möglichkeiten

Die AG Industriekultur hat die Dokumentation des Projektes „Lebendiges Netzwerk der Industriekultur im Ehrenamt. Akteure und Möglichkeiten“ abgeschlossen. Sie ist als Online-Veröffentlichung auf dem Dokumentenserver der SLUB unter folgendem Link zugänglich – bitte beachten Sie die Bild- und Urheberrechte:

https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-743481

Viel Spaß beim Lesen!

Mit dem Ziel, die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeiten für die Bewahrung und Sichtbarmachung der reichen sächsischen Industriekultur hervorzuheben, hat der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. sein «Lebendiges Netzwerk der Industriekultur im Ehrenamt. Akteure und Möglichkeiten» gestartet. Die Auftaktveranstaltung fand unter reger Beteiligung als Arbeitstagung und dem «Markt der Akteure» am 25. Januar 2020 im GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau statt.

Anlass und Vorbereitung

2020 veranstaltete der Freistaat Sachsen die 4. Sächsische Landesausstellung mit dem Titel «Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen». Die Zentralausstellung in Zwickau im Audi-Bau war empfangsbereit; der Eröffnungstermin musste wegen der Corona-Krise leider verschoben. In der «Arbeitsgruppe Industriekultur » des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz (Leitung: Dr. Petra Westphalen) stellten wir uns frühzeitig die Aufgabe, auch dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement eine Bühne zu geben und Kontakte zu fördern (Netzwerkarbeit). Wir entschieden uns für zwei Formate. Als Auftakt veranstalteten wir eine Tagung mit Vorträgen aus unterschiedlichen Bereichen der Industriekultur unter dem Titel: «Lebendiges Netzwerk der Industriekultur im Ehrenamt – Akteure und Möglichkeiten». Gleichzeitig fand ein «Markt der Akteure » mit Ausstellungen von ehrenamtlichen Projekten statt. Als zweiter Schwerpunkt wurde eine Veranstaltungsreihe an vielfältigen Orten, über das Jahr verteilt, durchgeführt.

Tagung mit Markt der Akteure am 25. Januar 2020

24 Vereine und zahlreiche Privatpersonen präsentierten ihre Objekte und Aktivitäten, die einen weiten Bogen von der Textil- und Keramikindustrie der Lausitz, über die Zeugnisse des Bergbaus im Erzgebirge, der Technik- und Verkehrsgeschichte bis zu den vom Verfall bedrohten Spinnmühlen des Erzgebirges umfassen.

Begleitet wurde der Markt von einem hochwertigen Vortragsprogramm. Die Aufgaben und Möglichkeiten staatlicher Denkmalpflege wurden ebenso vorgestellt wie die Service- und Rechercheangebote des Sächsischen Staatsarchivs und der Sächsischen Landesbibliothek – Staatsund Universitätsbibliothek Dresden. Das Hauptstaatsarchiv als Ort der zentralen Archivierung der Firmenarchive der östlichen Bundesländer ist besonders hervorzuheben. Auf großes Interesse stießen auch die Vorträge über die digitalisierten Angebote von Wikipedia, Wikimedia, Wikidata und Wikisource mit ihren Quellensammlungen. Wie wichtig ehrenamtliche Tätigkeit ist, illustrierten drei Fallbespiele. Uwe Hessel von «WIMAD e.V.» stellte den von diesem Verein konzipierten «Bienert-Wanderweg » im Plauenschen Grund vor. Eindrucksvoll war die Fotodokumentation bedrohter Industriekultur, die Sebastian Dämmler von der «Initiative INDUSTRIE.KULTUR. OST» zeigte. Thomas Fischer vom Verein für «Sächsische Industrie und Heimatgeschichte Osterzgebirge e.V.» berichtete anschaulich über die Aufbauleistungen der Museumsanlage «Altes Kalkwerk Borna » in der Gemeinde Bahretal.

Die Bedeutung der Netzwerke der Industriekultur in Sachsen, denen sich drei weitere Vorträge widmeten, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Dies verdeutlichte Andreas Rössel mit seinem Vortrag über die Berg- und Hüttenmännischen Schauanlagen des «Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine e.V». 68 Vereine mit über 3500 Mitgliedern gehören zu diesem Dachverband, die durch ihre Aktivtäten einen großen Anteil an der Anerkennung des Erzgebirges als UNESCO-Welterbe haben. Anja Nixdorf-Munkwitz von der «Stiftung Kraftwerk Hirschfelde» schilderte die wechselvolle Geschichte dieses Kraftwerks an der Neiße. Trotz der Schließung des Museumsstandortes Hirschfelde engagiert sich die Stiftung in der «Geschichtswerkstatt Lausitz» für die Erhaltung, Förderung und Vermittlung der Zeugnisse und Dokumentationen der Industriekultur der Lausitz. An die südwestliche Landesgrenze führte der abschließende Vortrag von Susanne Baudisch und Sina Klausnitz von «futurum vogtland e.V.» und dem «Museum Burg Mylau». Sie stellten am Beispiel des Mylauers Christian Gotthelf Brückner innovatives Unternehmertum im frühen 19. Jahrhundert vor. Als Veranstalter hielt der Landesverein an seinem Stand ein umfangreiches Angebot an Fachliteratur, Informationsmaterial und Kalendern bereit.

Die historischen Deutschen Werkstätten Hellerau waren ein traditionsreicher, gut funktionierender und somit passender Veranstaltungsort. Die denkmalgerecht umgestaltete ehemalige Montagehalle für Holzmöbel mit eindrucksvoller Deckenkonstruktion bot auch hinsichtlich der perfekten Veranstaltungstechnik einen idealen Rahmen. Dem Team vom GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau ist für sein großzügiges Entgegenkommen bei der Veranstaltung ebenso zu danken, wie den Mitgliedern von der Museumsanlage «Altes Kalkwerk Borna», die alle Teilnehmer aufmerksam mit Speisen und Getränken versorgten.

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie durch finanzielle Unterstützungen der Firmen «Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH», «Bornaer HotelConcept», «ELASKON» und «Grundbesitz Hellerau GmbH». Ihnen allen gilt unser besonderer Dank. Ich habe mich über den Erfolg der Tagung am 25. Januar sehr gefreut.

Markt der Akteure der Industriekultur Sachsen Auditorium Lebendiges Netzwerk Industriekultur Hof Deutsche Werkstätten Hellerau

Ulrich Ostermaier

Sie können den Bericht in den Mitteilungen des Landesvereins 1/2020, Nachrichten aus dem Verein und der Heimatpflege, Seiten 68-70  nachlesen.

> Europäisches Kulturerbejahr 2018/ Sharing Heritage

Signet Europäisches Kulturerbejahr 2018, sharing heritageHier gelangen Sie zur Internetseite Europäisches Kulturerbejahr 2018/ Sharing Heritage

Dieses Jahr war das „Europäische Kulturerbejahr 2018“. Europaweit wurden Projekte initiiert, die sich nationalen und regionalen kulturellen Besonderheiten widmen. Gemeinsam mit Mitgliedern, Ortsgruppen, kooperierenden Vereinen, staatlichen und kommunalen Partnern, den Landesämter für Archäologie und Denkmalpflege beteiligte sich der Landesverein mit einer Veranstaltungsreihe an dem Kulturerbejahr. Das Sächsische Staatsministerium des Innern hat dankenswerterweise die Schirmherrschaft übernommen.

Europas vielfältiges kulturelles Erbe ist ein maßgeblicher und unverzichtbarer Bestandteil sowohl unserer gemeinsamen überregionalen europäischen wie auch unserer regionalen Identität in Sachsen. In unserem Beitrag zum „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ zeigen wir die vielfältige lokalen und regionalen Zeugnissen der sächsischen Kulturlandschaft, unsere sehr individuellen Bausteine zur europäischen Kultur: sichtbar, bewusst und anschaulich.

Sachsens Kulturlandschaften weisen eine große Vielfalt und Reichhaltigkeit auf, in ihren Landschaftsräumen ebenso wie in ihrem Denkmalbestand. In ihnen vereinen sich 1000 Jahre Kulturgeschichte und landschaftliche Besonderheiten. Die Landschaftsräume sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und begütert. In engem Wechsel folgen wald-, erz-, mineralien- und wasserreiche Gebirge, fruchtbare Vorgebirge, Tiefebenen, Flusstäler und Heideland. Bedingt durch die natürlichen Gegebenheiten, entwickelten sich historisch sehr unterschiedliche Formen in den Besiedelungs- und Baustrukturen. Die eindrucksvolle Reichhaltigkeit und qualitätvolle Ausprägung der sächsischen Denkmallandschaften geht unter anderem auf eine starke Wirtschaftskraft zurück,  wie die frühen Silberfunde im Erzgebirge oder die Textilindustrie im Vogtland. Es entwickelte sich eine reiche Baukultur, die in jeder ihrer Zeit Maßstäbe setzte und sich auf das ganze Land und weit über die Grenzen Sachsens auswirkte. Die Vielfalt und der Reichtum der Sächsischen Kulturlandschaft legen noch heute unmittelbares Zeugnis davon ab, zeigen Spuren europäischer Kulturgeschichte in Sachsen und Deutschland.

Unter der Überschrift „Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Europas kulturelles Erbe in Sachsen im Wandel der Jahreszeiten“ führten wir vier Regionalkonferenzen durch. Die Veranstaltungsorte Nebelschütz, Plauen, Meißen und Annaberg-Buchholz stehen für die Landschaften, die durch Vorträge, Kulturbeiträge und Exkursionen beleuchtet werden.

Nach Abschluss der Veranstaltungsreihe wurden die Vorträge in einem Band publiziert.

Europäisches Kulturerbejahr 2018, Europas kulturelles Erbe in Sachsen im Wandel der JahreszeitenVerfasser: Barbara Ditze/Dr.-Ing. Hans-Joachim Jäger/Susanna Sommer
Herausgeber: Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V.
Format: 224 Seiten
Erscheinungsort: Dresden
Erscheinungsjahr: 2019
Preis: kostenfrei, unter der Anschrift des Landesvereins zu beziehen: Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. Wilsdruffer Str. 11 01067  Dresden

Gern senden wir Ihnen diese Publikation auch postalisch zu, dann müssten wir Ihnen die Versandkosten in Rechnung stellen.

> Ein pflanzenkundlicher Exkursionsführer: Die Flora Sachsens

Die Exkursionen zur systematischen Kartierung der sächsischen Flora haben einen Meilenstein erreicht. Die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Botaniker, die Fachgruppe Botanik Freiberg und die Arbeitsgemeinschaft Vegetationskunde haben 2017 die "Flora Sachsens"  als Pflanzenkundlichen Exkursionsführer veröffentlicht.

Die Kartierungen gehen selbstverständlich weiter.

2000 - 2010

> Fotowettbewerb Dorfbilder 2000

Der Wettbewerb wurde gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft ausgerufen. Etwa 1000 Einsender beteiligen sich mit ca. 2700 Bildern. Die Wanderausstellung war in über 20 Gemeinden zu sehen.

> Wo tanzt das Glühwürmchen

Wo tanzt das Glühwürmchen?

Wir suchten Insektenforscher! Die Anzahl der Insektenarten ist für einen einzelnen Insektenforscher (= Entomologen) unüberschaubar. Allein in Sachsen gibt es etwa 25.000 Insektenarten, weltweit sind es etwa eine Million und schätzungsweise 3–10 Millionen warten noch auf ihre wissenschaftliche Entdeckung! Es gibt also noch sehr, sehr viel zu tun und deshalb suchen wir Insektenforscher! Wie interessant die Beschäftigung schon mit einer einzigen Insektenart ist, konnten Schulkinder bei unserem sächsischen Projekt „Wo tanzt das Glühwürmchen?“ erleben.

> Ein Gemeinschaftsprojekt des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e. V., unter Mitarbeit des Arbeitskreises Entomologie im NABU Landesverband Sachsen e.V. und des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) e.V. Das Projekt wurde durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt aus Zweckerträgen der Lotterie GlücksSpirale gefördert.

Die Projektseite: Laternentanz

> "FriedhofsGeSchichten in Sachsen"

Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. hatte am 15. Januar 2009 den Antrag für ein umfangreiches und sehr komplexes vierjähriges Gemeinschaftsprojekt mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen unter dem Titel „FriedhofsGeSchichten in Sachsen“ eingereicht, welches sich mit Themen des Denkmal- und Naturschutzes am Beispiel des Kulturgutes „Friedhof“ beschäftigt.

Da wir bei der Planung des Gesamtvorhabens immer wieder feststellen konnten, dass es sehr schwierig ist einzuschätzen, welchen Arbeits- und Zeitaufwand man kalkulieren muss für die denkmalpflegerische, botanische und faunistische Erfassung, inwieweit und mit welchem Aufwand die Einbeziehung von Schulen gelingen wird, wie die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Denkmalpflegern, Botanikern, Ornithologen und interessierten Bürgern zu organisieren ist und lebendig und ergebnisorientiert gestaltet werden kann, sammeln wir die Erfahrungen dazu in einem Vorprojekt.

Aus diesem Grund wurden im Vorprojekt zunächst 5 Friedhöfe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ausschließlich in ihrer Funktion als ökologisch wichtige Räume und mit Blick auf die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt betrachtet und bearbeitet Inhaltlich bedeutet dies eine Konzentration auf die Erfassung

  • der Vogel- und Fledermauspopulationen und ihrer bevorzugten und damit erhaltenswerten Lebensräume
  • botanischer Besonderheiten wie Stinsenpflanzen, alte Heil- und Zauberpflanzen, ruderale Pflanzenarten, Totholz und Altbäume.

Die Bestandsaufnahme erfolgte vorrangig ehrenamtlich durch die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Botaniker, Mitglieder des LSH in den Orts- und Regionalgruppen sowie durch Mitglieder weiterer Naturschutz- und Heimatvereine.

1994 - 1999

> Dokumentation Volksfeste in Sachsen

gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Sächsischen Staatsministerium für dem Kultus sind folgende Sonderhefte erschienen:

  • Volksfeste in Sachsen, 1994
  • Sächsische Volksfeste zwischen Tradition und Innovation, 1997
  • Volksfeste in Sachsen – Dokumentation und Festkalender, 1998
> Europäisches Naturschutzjahr 1995

verschiedene Vorhaben des praktischen Naturschutzes und der Landschaftspflege werden vom Landesverein durchgeführt u. a.:

  • Gestaltung und Pflege von Alleen und vom Lustgarten in Kohren-Sahlis
  • Instandsetzungsarbeiten des Bewässerungssystems der Märzenbecherwiesen im Polenztal
> Sanierung Landschaftspark Seifersdorfer Tal

1997 - 1999 gemeinsam mit dem Seifersdorfer Thal e. V., gefördert durch die Allianz Stiftung zum Schutze der Umwelt. Seitdem Landschaftspflege und Denkmalpflege

> Erfassung der historischen Parkanlagen

gemeinsames Projekt mit dem Bund Heimat und Umwelt

CD erschienen 2002