Volkskunde/Regionalkultur

Leitbild des Fachbereiches Volkskunde/Regionalkultur

Wir verstehen uns als Forum und Begegnungsplattform sowohl für volkskundlich Interessierte als auch für regionalkulturelle Akteure und ihre Aktivitäten. Austausch, Vernetzung und -soweit möglich - Beratung sind wichtige Anliegen. Im Sinne einer interdisziplinären Arbeitsweise wollen wir die Verbindung zu verwandten Fachbereichen, Vereinen und Institutionen weiter auf- und ausbauen. Dadurch soll auch das volkskundlich/regionalkulturelle Netzwerk in Sachsen gestärkt werden.

Unsere Kultur ist geprägt durch soziale Handlungs- und Ordnungssysteme, die den Alltag und das Zusammenleben der Menschen formen. Der Fachbereich Volkskunde/Regionalkultur befasst sich folglich mit Lebenswelten und Lebensweisen in Sachsen in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei werden materielle wie immaterielle Ausdrucksformen im gesamtgesellschaftlichen und historischen Kontext in den Blick genommen. Bei der Beschäftigung mit Themen der Alltags- und Regionalkultur bedient sich der Fachbereich zeitgemäßer Forschungsmethoden und Arbeitstechniken.

Vorträge, Exkursionen, Tagungen, Workshops, Projekte und Publikationen dienen dem fachlichen Austausch. Sie sollen aber auch volkskundliche Ansätze, Anliegen und Erkenntnisse einem breiteren Publikum näher bringen. Kontakt zu den Medien ist für eine erfolgreiche Arbeit unerlässlich.

Treffen des Fachbereichs finden regelmäßig statt. Zur Mitwirkung sind volkskundlich Interessierte aller Altersgruppen und Berufe herzlich willkommen. Zum Spektrum volkskundlicher Themenfelder gehören:

  • Alltags-, Orts-  und  Regionalgeschichte in ihren volkskundlich-kulturwissenschaftlichen  Bezügen (beispielsweise: Arbeit, Handwerk, Landwirtschaft, Industrie,  Bauen, Wohnen, Kleidung, Mode, Tracht, Ernährung, Sprache, Mundart, Sagen, Erzählungen, Erinnerungen, Musik, Singen, Tanz, Theater, Film, Spiel, Freizeit, Vereinswesen, Volkskunst, alternative Lebensformen und Kulturen).
  • Beständigkeit und Wandel in der Gesellschaft: im Lebensalltag in Stadt und Land; im Zusammenleben in Familie und Kommune; in der Fest- und Feierkultur (nachzuvollziehen zum Beispiel anhand von Überlieferungen, Traditionen, Ritualen, Handlungsmustern, Glaubensvorstellungen, alten und neuen Bräuchen).
  • Heimat gestern und heute im gesellschaftlichen und historischen Kontext - mit Blick unter anderem auf Flucht, Vertreibung, Mobilität, Globalisierung, Digitalisierung. Wie und weshalb engagieren sich Menschen für ihre Heimat?
Für den Fachbereich Elvira Werner (Bermsgrün) und Dr. Dieter Herz (Dresden)