neu erschienen

Zwischen Lommatzsch und Wilsdruff
Landschaften in Deutschland

erschienen im Böhlau Verlag, Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Länderkunde und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 350 Seiten, mit 200 s/w- und farb. Abb., gebunden sowie fünf Karten in der Rückentasche 30,00 €

Zwischen Lommatzsch und Wilsdruff

Die Lommatzscher Pflege ist nicht nur eine fruchtbare Agrarlandschaft, sondern ist ebenso wie die angrenzende Wilsdruffer Hochfläche auch ein archäologischer Hotspot und der Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere. Der Band stellt in einem ganzheitlichen Ansatz die Zusammenhänge zwischen Natur- und Kulturraum ausführlich dar. Themenkästen, aufwändig gestaltete Karten und Graphiken sowie weitere Abbildungen illustrieren die von Fachleuten unterschiedlicher
Disziplinen verfassten Texte und machen das Buch auch zu
einem optischen Genuss. Exkursionsvorschläge regen zum eigenen Erkunden der Landschaft südwestlich der Elbe mit den beiden namengebenden Städten und zahlreichen Dörfern an.

 


Rudolf Zimmermann
Ein Pionier der Tierfotografie

Herausgeber: Jens Hering, Marc Rohrmüller, Dirk Tolkmitt, 208 Seiten zahlreiche Duplex-Fotografien, gebunden, 24 x 30 cm, Preis: 29,80 €

Rudolf Zimmermann

Rudolf Zimmermann (1878-1943), Publizist, Naturforscher, Ornithologe und Naturschützer der ersten Stunde, hat sich vor allem als Pionier der Tierfotografie einen Namen gemacht. Lange bevor sich eine Umweltbewegung gegen den Raubbau an der Natur formierte, sensibilisierte der Autodidakt unermüdlich und selbstlos mit der Kamera und in einer Vielzahl von Aufsätzen für Schutz und Erhalt von Lebensräumen. Neben den Tierfotografien, die ihn in den 1920er Jahren bekannt gemacht haben, entstanden auch Reisefotografien in Siebenbürgen und den Karpaten sowie Bilder von seinen Einsätzen im Ersten Weltkrieg in Serbien, Frankreich und dem Urwald in Bialowies. Zimmermann fotografierte zunächst, um eindrucksvolle Tierporträts zur Illustration seiner eigenen Publikationen zur heimischen Fauna zur Verfügung zu haben. Seine Motive, denen er sich oft auf unorthodoxe Weise mit hohem körperlichen Einsatz näherte, fand er vornehmlich in der Gegend um Rochlitz und später in den Teichgebieten der Oberlausitz, der Lewitz in Mecklenburg sowie am Neusiedler See im Burgenland. Er setzte zu Anfang Tiere ins Bild, die bis dato kaum Beachtung gefunden hatten: Amphibien, Vögel und Kleinsäuger. Ab den 1920er Jahren widmete er sich der versteckt im Schilf lebenden Vogelwelt. Seine Aufnahmen wurden seit den 1920er Jahren in wichtigen Publikationen zur (Tier-)Fotografie und in bedeutenden Fotoausstellungen der Weimarer Republik präsentiert, zusammen mit den Arbeiten der renommiertesten Fotografen seiner Zeit. In diesem Buch ist Rudolf Zimmermanns Schaffen erstmals in einer Monografie vereint.

 


Sorbische Denkmale
Handbuch sorbischer Gedenk- und Erinnerungsstätten

erschienen im Domowina-Verlag 2022, 370 Seiten, Hardcover, Zahlreiche Abbildungen,  Preis: 29,90 Euro

Sorbische Denkmale

Die Autorin der vorliegenden Publikation, Trudla Malinkowa, ist ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet sorbischer Denkmalarbeit. Sie forscht nicht nur dazu, sondern war und ist innerhalb der sorbischen Denkmalerhaltung und -pflege äußerst engagiert tätig, beispielsweise als Vorsitzende des Denkmalausschusses der Maćica Serbska, einem Gremium, das neben Beratung und Begutachtung auch als aktiver Unterstützer auf diesem Gebiet agiert. Mit ihrem Kompendium legt Trudla Malinkowa jetzt ein Standardwerk vor, das einen umfassenden Einblick in sorbische Denkmalarbeit in Vergangenheit und Gegenwart gestattet. Über Ziele, Inhalte und Struktur des Handbuchs gibt das Vorwort der Autorin (S. 17f.) umfassend und informativ Auskunft: Das Buch ist Ergebnis des von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Maćica Serbska in den 1990er Jahren initiierten Projekts zum Thema «Inventar sorbischer Kulturdenkmale», das von 2000 bis 2020 am Sorbischen Institut/Serbski institut in Bautzen von Trudla Malinkowa bearbeitet wurde. Sie widmete sich darin der systematischen Erfassung und Dokumentation materieller Zeugnisse sorbischer Kulturgeschichte in und außerhalb der Lausitz. Zwischenergebnisse wurden bereits in Buch- und Zeitschriftenbeiträgen in sorbischer, deutscher, tschechischer, polnischer und englischer Sprache veröffentlicht. Anknüpfend an den bislang einzigen Denkmalsführer in sorbischer Sprache, der 1965 von Jurij Młynk herausgegeben wurde, veröffentlichte Trudla Malinkowa 2019 unter dem Titel «Serbske pomniki. Přewodnik po serbskich wopomnišćach» eine sorbischsprachige Dokumentation sorbischer Gedenk- und Erinnerungsorte. Mit der nun vorliegenden deutschen Fassung wird das Thema erstmals einem über die sorbische Öffentlichkeit hinausgehenden Interessentenkreis zugänglich. Zentraler Gegenstand des Handbuchs sind Stätten des Gedenkens, an denen durch Werke der bildenden Kunst, Gedenksteine oder Gedenktafeln an namhafte Personen, historische Ereignisse oder einstige Institutionen erinnert wird. Insgesamt sind 268 Gedenk- und Erinnerungsstätten dokumentiert. Davon beziehen sich 250 auf Personen, 13 erinnern an geschichtliche Ereignisse und fünf an den einstigen Sitz von Institutionen oder Vereinen. 146 dieser Gedenkstätten befinden sich in der Oberlausitz, 48 in der Niederlausitz, 26 in weiteren Gebieten Deutschlands und 33 im Ausland, zum Beispiel in Australien, Dänemark, Kanada, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und den USA. Laut Trudla Malinkowa markiert das Jahr 1867 den Beginn einer eigenständigen sorbischen Erinnerungskultur auf diesem Gebiet: Damals setzte die Maćica Serbska dem «Wohltäter der Sorben» Jan Michał Buder einen Gedenkstein auf sein Grab im Oberlausitzer Ort Großpostwitz. Mit diesem ersten von Sorben für eine sorbische Persönlichkeit errichteten Monument begründete die Maćica Serbska sowohl eine Tradition der Schaffung als auch der Pflege sorbischer Gedenkstätten. In der Niederlausitz wurde erstmals 1904 eine Persönlichkeit auf diese Weise geehrt, indem das Grab[1]mal des Bibelübersetzers Jan Bjedrich Fryco in Kolkwitz erneuert wurde.

Den gesamten Text zur Beschreibung diese Buches finden Sie in den Mitteilungen des Landesvereins Heft 3, 2022, Seite 92 und folgende

 


Wander- und Exkursionsführer „Montanregion Erzgebirge“
 
Wanderungen und Exkursionen zwischen Freiberg, Halsbrücke, Brand-Erbisdorf, Altenberg, Zinnwald und Krupka
Verfasser:Dr. Peter Rölke, Dresden unter Mitarbeit von: Christa und Alfred Rölke, Dresden; Karin Rölke, Dresden; Prof. Dr. Klaus Thalheim, Dresden, 272 Seiten, 204 Farbfotografien, 30 Schwarz-Weiß-Fotografien, historische Dokumente und Postkarten, 33 Kartenzeichnungen, 2 Übersichtskarten, 24,90 €

Der außergewöhnliche Reichtum an Erzen hat dem Erzgebirge nicht nur seinen Namen gegeben, sondern mit dem über Jahrhunderte andauernden Bergbau eine charakteristische Kulturlandschaft entstehen lassen. Bis heute sind zahlreiche Schachtanlagen, Halden und Pingen, Kunstgräben und -teiche, Mundlöcher, Röschen und Untertageanlagen erhalten geblieben. Um diese Sachzeugen aus den unterschiedlichen Bergbauepochen zu bewahren, wurde im Jahr 2019 der Montanregion Erzgebirge beiderseits der sächsisch-böhmischen Grenze der UNESCO Welterbe-Titel zuerkannt. Dieses Welterbe, das in seiner Gesamtheit die Tradition von über 850 Jahren Bergbau und Hüttenwesen im Erzgebirge würdigen soll, beinhaltet mit seinen 17 sächsischen und 5 böhmischen Bestandteilen einige Hundert Einzelobjekte.

Text aus der Internetseite vom Rölke-Verlag https://www.bergverlag-roelke.de/wemo1/


DECOLLATA - Die Enthauptete

Ein Sächsischer Kriminalfall
Verfasser: Matthias Schildbach, 250 Seiten, reich bebildert, 16,90 €

DECOLLATA-Die Enthauptete

Es ist der Heilige Oster-Abend 1750. Heimlich bringt die Magd Rosina auf einem Scheunenboden ihr Kind zur Welt. Doch dann übermannt sie die Panik. Das Böse nimmt Besitz von ihr...2019: Im sächsischen Staatsarchiv Dresden werden die Inquisitionsakten zum Fall "Rosina Heschel" wiedergefunden. Es gibt Unstimmigkeiten. Der Autor begibt sich nach 270 Jahren auf Spurensuche.

Text aus der Internetseite von Matthias Schildbach: https://www.matthias-schildbach.de/buecher/

Hier finden Sie auch mehr Informationen zum Autor und weiteren Publikationen.


Mythos Schwan - Facetten eines sagenumwobenen Vogels

Herausgeber: Gaßmeyer-Förderkreis e.V. der Richard-Wagner-Stätten Graupa und Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH, 128 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen,  14,50 €

Mythos Schwan

Kaum ein Tier hat Mythen von solcher Vielfalt und Erhabenheit hervorgebracht wie der Schwan. Alten Kulturen galt er als göttlicher Sänger, Prophet und Seelenvogel, aber auch als erotischer Draufgänger. Das Mittelalter schmückte sich mit seiner Majestät und verketzerte ihn gleichzeitig als Heuchler. Romantik und Moderne projizierten in sein auratisches Rätselwesen Ideen des Andersseins, insbesondere der Befreiung aus normativen Geschlechterrollen. Das Buch lässt einhundert Artefakte aus bildender Kunst, Literatur und Musik ihre Schwanengeschichte erzählen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Richard Wagner und seinem Kosmos, der sich als Knotenpunkt des Schwanenkults einer ganzen Epoche entpuppt. Er wird umflochten von einem mehrere Jahrtausende umspannenden kulturellen Beziehungsnetz. Ungewöhnliche Bilddialoge machen dessen oft überraschende synaptische Verschaltungen sichtbar.

Text aus der Internetseite der Richard-Wagner-Stätten in Graupa: https://www.wagnerstaetten.de/Museum/Publikationen/4138/


Streifzüge durch das Osterzgebirge

erschienen im Sax-Verlag, 352 Seiten , farbige Fotografien,  29,80 €

Streifzüge durch das Osterzgebirge

Das Osterzgebirge und seine Berge, Flüsse, Talsperren, Kunstteiche, Hochmoore, Bergbaulandschaften, Besucherbergwerke, namhaften Bergstädte, Mineralien, Burgen, Schlösser und deren Museen, Technischen Denkmale, bemerkenswerten Kirchen und Klöster – das alles findet sich in diesem umfänglichen Bildband mit Fotografien von Horst Feiler und in der Beschreibung von Gerd-Rainer Riedel wieder. Beleuchtet wird das 2019 UNESCO-WELTKULTURERBE »Montanregion Erzgebirge/Krušnohori« gewordene Gebiet zwischen Altenberg, Glashütte, Müglitztal, Dippoldiswalde, Halsbrücke, Freiberg, Augustusburg, Wolkenstein, Zschopautal, Marienberg, Olbernhau und den tschechischen Orten Osek, Teplice und Krupka. 800 Jahre währender Bergbau im Osterzgebirge auf Eisen, Zinn, Silber, Blei, Kobalt, Nickel, Wismut und Uran haben reichlich Zeugen über- und untertage hinterlassen. Auch, wenn das Erzgebirge heute nur noch ein Rumpfgebirge ist, eine zum Teil tief zertalte, wellige Hochfläche zwischen 700 und 900 Metern über NN mit nur wenigen Bergen über 1000 Meter Höhe, so hat es in seiner geologischen Vergangenheit doch gewaltige Gebirgsbildungen erfahren. Als Pultscholle wurde das Gebiet im Tertiär um mehr als 1000 Meter emporgehoben. Gneise, Glimmerschiefer und Phyllite als metamorphe Gesteine, Granite oft in typischer Klippenausbildung und Basaltberge haben sich als markante Bergformen nur als Erosionsreste einer Basaltstromdecke erhalten und sich so am Aufbau des Gebirges beteiligt. Silberfunde ließen zwischen 1471 und Mitte des 16. Jahrhunderts durch das »Berggeschrei« erste Ansiedlungen und Städte aus dem Boden wachsen.

Text aus der Internetseite des Sax-Verlages: https://www.sax-verlag.de/listview?ssearch=1&search_stichwort=streifz%C3%BCge+durch+das+osterzgebirge